Weinrallye #83 „Wein in Film und Fernsehen“: Blogparade auf edelste-weine.de

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Ihr Lieben, die ihr dem Weine zugetan seid!

Der Wein ist uns allen doch ein allzeit geliebtes Getränk, das unser Wohlbefinden verbessert und aus dem Alltag in die Höhen katapultiert. Ob zu schönen Ereignissen der Tropfen Vino dem Anlass das Tüpfelchen aufsetzt und uns mit Freunden feiern lässt, was es zufeiern gilt, ob in Momenten trauter Zweisamkeit die Stimmung durch den schweren Franzosen, Italiener oder Spanier noch etwas verästelter und intimer wird – der göttliche Saft der Reben bewegt nicht nur unser Herz, er ist der Stoff aus dem unsere Glücksgefühle gesponnen, wenn nicht gar dichter gewebt werden.

Ist es nicht mehr als verwunderlich, dass der Wein in Film und Fernsehen meist nur ein Schattendasein als Statist spielt? Wie kann man diese großartige Schöpfung Gottes nur so erbärmlich degradieren!

Weinrallye #83 „Wein in Film und Fernsehen“: Blogparade auf edelste-weine.de

Es ist uns ein Anliegen, mit dieser Blogparade auf das völlig ungerechtfertigte Schattendasein des Weins in Film und Fernsehen aufmerksam zu machen!

Wie könnt ihr teilnehmen?

1. Brecht eine Lanze für den Rebensaft!

Schreibt in eurem Blog über eure Beobachtungen. (Bis zum 27.02.2015) Zeigt uns auf, wo ihr Wein in Film und Fernsehen auftauchen seht. Welche Stars sind Anhänger des Rieslings? In welchen Filmen geht der Wein über seine Statistenrolle hinaus? Sind es mehr die französischen Filme (okay, das ist jetzt ein Klischee…), die dem Wein auf dem Celluloidstreifen ehrenvollen Raum geben?

2. Verlinkt zu dieser Blogparade.

Unten drunter verlinkt ihr auf diesen Post auf edelste-weine.de.

3. Sendet uns euren beitrag per Kommentar unter dem Post hier.

Postet uns die URL eures Blog-Beitrags als Kommentar unter diesem Post. Schreibt uns auch gerne eure Anmerkungen und Ideen in den Kommentar.

4. Schaut (spätestens) am 1. März wieder rein.

Wir freuen uns auf eure Beiträge! Wir werden eure Beiträge einzeln sichten und hier auch etwas dazu schreiben.

Unsere letzten Beiträge zur Weinrallye

Weinrallye-Regeln

Die Regeln kann man nachlesen auf winzerblog.de.


Hier nun unser Beitrag zum Thema, der die Größe des Unrechts deutlich macht, welches dem Wein widerfährt.

1. Vinbaronen: Berührungsängste der Filmbranche mit dem Thema Wein

In vier Staffeln und 39 Folgen konnten die Fernsehzuschauer in Deutschland, Österreich und der Schweiz („Vinbaronen“) bis ins Jahr 2014 verfolgen, wie aus einem lustlosen Manager ein erfolgreicher Winzer wurde. Wer sich freilich vorgestellt hatte, amüsante Unterhaltung gewürzt mit Weinthemen serviert zu bekommen, musste sich getäuscht sehen – zu problemlastig waren die Themen, meist auch völlig außerhalb der Weinwelt. Man konnte den Eindruck gewinnen, als sei der „Winzerkönig“ nur deshalb engagiert worden, weil ein gewöhnlicher Bauer für die Fernsehunterhaltung zu anspruchslos erschienen wäre.

2. Mord mit Aussicht: losgelöst von allen Fakten

Interessante Episoden und Begegnungen bescheren uns dagegen manchmal Filme und Fernsehsendungen von denen keinerlei diesbezügliche Erwartung ausging, so z.B. in der Fernsehserie „Mord mit Aussicht“. In der Folge „Spätlese“ bei der es um das legendäre „Dernfelder Schieferchen“ ging, einen Ahrwein eines Superjahrgangs (1959) an dem sich Adenauer und Kennedy gütlich getan hatten, und dessen letzte Flasche des Spätburgunders mit einer Widmung des Präsidenten versehen war. Leider stimmte, außer der Tatsache, dass 1959 ein vorzüglicher Jahrgang an der Ahr war, rein garnichts nichts an den Behauptungen der Fernsehmacher. Trotzdem war es interessant, den Weinfragen der Folge „Spätlese“ auf den Grund zu gehen.

3. Tatort: kompetenzfreie Requisiteure

Fehler der Film- und Fernsehmacher aufzuspüren, kann geradezu detektivischen Ehrgeiz auslösen. Manchmal treiben es diese Damen und Herren auch zu bunt, etwa in einem Münster-Tatort, in dem ein Trinkgelage mit erkennbaren Burgunder (Hospiz de Beaune) plötzlich mit Bordeaux-Flaschen fortgesetzt wurde. Apropos Tatort: Die Gegenwart von Wein in Tatorten, ob bei Bella Block in Hamburg oder Kommissarin Klara Blum am Bodensee, ist derart häufig, dass man sich des Gedankens nicht erwehren kann, dass das Deutsche Weininstitut im Verband mit Staatsministerien an einer Schraube gedreht haben könnte.

Claude Chabrol & Co.: Die Franzosen wissen, was sie dem Weine schuldig sind

Richtig schön ist aber, wenn gute Bonmots – vor allem aus Frankreich – die Weinlust anreizen. Meisterschaft hat in dieser Weise der französische Altmeister Claude Chabrol (1930 – 2010) entwickelt, der auch privat gutem Wein sehr zugetan war. So ist überliefert, dass es sich Chabrol nicht nehmen ließ, jeden Tag eine gute Flasche Wein zu genießen. Unvergesslich eine Szene in „Hühnchen in Essig“, in der Stehane Audran ihrem Sohn zurief, noch einen Wein einzukaufen: „Kauf einen guten, kauf einen Chateauneuf!“ Zu einer regelrechten Weinbesprechung ließ sich Claude Sautet in seinem Korruptions-Klassiker „Mado“ hinreißen. Eine Vielzahl von interessanten Weinszenen bietet auf Luis Bunuel (1900 bis 1983), der ebenfalls ein Liebhaber guter Weine war.

In sich abgeschlossene Geschichten kann man vermutlich nicht erwarten, aber kurze erfreuliche Schnipsel, hübsche Motive auf Postkarten, die man sich gerne anschaut, wenn man sie auch bald wieder weglegt, weil eigentlich nicht viel draufsteht.


Liebe Kollegen,

da habt ihr euch ja ganz schön in die Arbeit gestürzt. Habe eure Beiträge über den Monat immer wieder reinflattern sehen – vor allem in den letzten Tagen – und mich schon auf heute gefreut, da ich mir die Lektüre eurer Elaborate für diesen Tag aufbewahrt habe.

Dreizehn Beiträge sind am Start der Weinrallye #83 „Wein in Film & Fernsehen“, einschließlich unseres eigenen Beitrags natürlich.

  1. av100.de
    Lothar Flügel-Falter aus Thalheim im Erzgebirge war am 3. Februar der Erste (Respekt!). Lothar hat den Wein nicht nur in den Kochshows auf VOX entdeckt, sondern hat sich auch die Filme “Mondovino – Die Wahrheit liegt im Wein” und “Bottle Shock” zu Gemüte geführt. Das internationale Weinbusiness und der Siegeszug der kalifornischen Weine sind die Themen, die Lothar aufs Tablett und Blog gebracht hat. Schön auch: es gibt für uns Neugierige auch gleich die Clips dazu zum Anschauen. Lieben Dank, mein Lieber.
    Hier geht’s zum Beitrag von Lothar.
  2. pfalzweinproben.wordpress.com
    Ebenfalls fleißig zeigte sich Heike Larsson aus Neustadt. Am 14. Februar kam ihr Beitrag, der gleich mit gesetzten Größen auftrumpft. James Bond & Bollinger sind uns allen ein Begriff. Von Sideways“ war ich echt überrascht. Hätte nicht geglaubt, dass ein Film alleine den Absatz des Pinot Noir um soviel Prozent steigern könnte. „A good year“ mit Russel Crowe hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. A walk in the clouds mit Keanu Reeves ist seit langem wegen der schönen Aufnahmen des Napa Valley einer meiner Favoriten. „Bottle Shock“ hat Heike ebenfalls aufgegriffen. Red Obsession hat Heike zwar als DVD vorliegen, jedoch noch nicht gesehen. Das solltest du schleunigst nachholen, wenn du mich fragst. Die Szenen in Dinner for one mit Stan Laurel sind eine wahre Augenfreude. Saubere Arbeit, meine liebe Heike und sehr unterhaltsam geschrieben.
    Hier geht es zu Heikes Beitrag zur Weinrallye
  3. biowein.blogspot.de
    Erich Hartl gehört auch zu unseren Early Birds. Er hat schon am 18. Februar dem Film „Ein gutes Jahr“ etwas genauer auf die Filmrolle geschaut. Klar, Erichs Aspekt ist natürlich das Thema Biowein, das in dem Film durch das Weingut Château la Canorgue Aufwind erfährt. Den von dort stammenden und vom Guide Hachette mit dem Coup de Coeur prämierten Côtes Luberon rouge bietet Erich auch in seinem Shop an. Wer der Sache also nicht nur mit dem Auge, sondern auch mit allen Geschmackssinnen nachgehen möchte… bitte sehr! Lieber Erich, danke für deinen Beitrag.
    Hier geht’s zum Beitrag von Erich Hartl.
  4. www.schnutentunker.de
    Dem Klang nach sollte ein „Schnudedunker“ in Rhoihesse beheimatet sein. Tatsächlich führt Felix Bodmann sein Blog „Der Schnutentunker“ in Berlin. Felix hat uns am 20. Februar seinen Beitrag hereingegeben. Ein Schmankerl der besonderen Sorte hält er für uns bereit, denn „Jerez & El misterio del Palo Cortado“ ist ein Dokumentarfilm, dessen Premiere Felix im Rahmen des kulinarischen Kinos auf der Berlinale besuchte. Wer sich mit dem Spanisch mit englischen Untertiteln anfreundet, erfährt viel über Sherry und insbesondere die Spezialität des Palo Cortado. Lieber Felix, vielen Dank für das Geheimnis des Palo Cortado und die schönen Shots aus Filmszenen.
    Hier rüberklicken zum Beitrag von Felix.
  5. suesse-weine.de
    Dr. Karl-Heinz Datum aus Moosach auf suesse-weine.de hat uns am 25. Februar sein Werk vorgestellt. „Sideways“ hat auch Karl-Heinz im Portfolio. Doch dann packt er noch einige Novitäten aus. Den Holunderwein in „Arsen und Spitzenhäubchen“ hält er bereit, „Leoparden küsst man nicht“ und den Großwildjäger Major Applegate, „Die Dinge des Lebens“ von Claude Sautet, den italienischen Film „Il Postino“ – und das ist nur der Einstieg in eine recht akribische Filmografie unseres geliebten Rebensafts. Dir Karl-Heinz mein/unser Dankeschön für ein absolut unterhaltsames und gutes, handwerkliches und mit viel Liebe zum Detail erstelltes Stück Blogarbeit.
    Hier geht’s zum Beitrag von Karl-Heinz Datum.
  6. www.einfachwein.net
    Juliane Gassert aus Heidelberg schrieb am 25. Februar ihren Beitrag auf einfachwein.net, der mich mit seinen starken und rein mit Worten gezeichneten Bildern sofort in seinen Bann zog. Die Erlösung erfahre ich am Ende durch den Bandol, den ich jetzt auch am liebsten vor mir im Glase stehen sehen möchte. Ein Beitrag der besonders intensiven Sorte, über den ich euch nicht mehr verrate, dessen Lektüre ich euch jedoch dringend ans Herz lege. Dir liebe Juliane ganz herzlichen Dank für dein verbales Filmschaffen.
    Hier klicken zum Beitrag von Juliane.
  7. burgunder-trinken.de
    Nun kommt Rhoihesse doch noch zu Wort. Bruno Hege aus dem malerischen Saulheim kenne ich persönlich und freue mich sehr, ihn hier ankündigen zu dürfen. Der Film „Sideways“ hat Bruno sehr bewegt und tut es nach zehn Jahren offenbar noch immer. Das führt dazu, dass uns sein Beitrag ein Kaleidoskop der Highlights aus Sideways liefert. Mit viel Herzblut erzählt und dargestellt, empfehle ich den Beitrag von Bruno unbedingt zur Lektüre. Lieber Bruno, dir mein Dank für deinen Beitrag.
    Hier den Beitrag von Bruno Hege lesen.
  8. hundertachtziggrad.blogspot.de
    Susa räumt gnadenlos auf mit der Filmwirtschaft. Neun krasse Fälle von stümperhafter Arbeit der Requisite werden schonungslos aufgedeckt. Ihre ketzerische Frage, wie es denn um andere Gebiete wie Whiskey und Modellautos beim Film bestellt sein möge, stellen mir die Nackenhaare auf. Es ist vielleicht besser, sich manchmal vom Medium Film berieseln und bespaßen zu lassen ohne Vieles zu hinterfragen. Für Mutige, die bereit sind, ein paar kräftige und trotz des berauschenden Themas Wein „ernüchternde“ Aha-Erlebnisse einzustecken, kann ich Susas Beitrag nur empfehlen. Ein Dank an dieser Stelle an Susa.
    Hier geht es zum Beitrag von Susa.
  9. www.sammlerfreak.ch
    Kein geringerer als Peter Züllig aus der Schweiz hat sich gestern ebenfalls zu Wort gemeldet. Sein Streifzug durch die Welt des Films führt vorbei an „Sideways„, „Mondovino“ aber auch zu Rosamunde Pilcher und zu Brigitte Bardot und vor allem in die Tiefe der Hintergründe. Peter wirft Fragen auf, beleuchtet Zeitgeist und Hintergründe, begnügt sich also nicht mit der einfachen Vorstellung eines Streifens. Peter hat viel zu sagen, das es wert ist, gelesen zu werden. Auch hier meine Leseempfehlung an euch und meinen Dank an den Autor.
    Hier rüberklicken zu Peter Zülligs Beitrag.
  10. www.superschoppen.com
    Cordula Eich aus Amsterdam hat sich mit ihrem Beitrag „And the Oscar goes to … Merlot???“ einigen besonderen Filmen gewidmet. Mit „The Billionaire’s Vinegar„, „Casablanca“ und einem Streifen aus Bollywood komplettiert sie unsere Sammlung. Ein Fundstück der besonderen Art ist das „10 Ways to Pair Classic Movies and Wine“ – und es gibt noch einige Preziosen mehr, die sich dem neugierigen Leser in ihrer Schatzkammer offenbaren. Daher gilt auch Codula mein Dank für einen exzellenten Beitrag zur Weinrallye #83, den ich euch, liebe Leser zur Lektüre nur ans Herz legen kann.
    Hier klicken zu Cordulas Beitrag.
  11. hauptsachewein.blogspot.de
    Cristin vom Blog „Hauptsache Wein“ habe ich mit meinem Thema für die Weinrallye irgendwie auf dem linken Fuß erwischt. „Also, ich bin spiegelblank. Ideenmäßig auf dem Trockenen.“ sagt sie selbst. Oh je, was habe ich nur angerichtet!?! Doch dann wendet sich das Blatt und Cristin fährt eine Story aus der eignen Filmproduktion auf, nämlich aus der, die das Leben nunmal so schreibt. „Großes, großes Kino, eine …“ – ah, da kommen wir der Sache doch schon näher. Also. Sie kriegt die Kurve auf ganz spannende Art und Weise. „In der Nase Brombeere, Leder, sehr dicht und komplex, ein bisschen Mokka und verhalten süßliche Zwetschgentöne.“ heißt es da gegen Ende hin. Danke liebe Cristin für deinen Beitrag. Ich hoffe, du hast mit dem Thema Wein nun ein wenig Freundschaft schließen können. Sorry auch, heute morgen habe ich deinen und Klärchens Beitrag völlig übersehen nund nicht mit in die Liste hier aufgenommen. Wie konnte das nur passieren. Nun bist du dabei und für immer hier verewigt.
    Klickt euch rein. Jetzt. Hier. Ein Schmunzeln ist das Mindeste, was ich von euch erwarte.
  12. gourmet-buedchen.blogspot.de
    Klärchen Kompott vom Gourmet-Büdchen traut sich was – so die eigenen Worte. Die erfahrene Kriminologin weiß um die Bedeutung des Weins bei der Überführung von Übeltätern. Nicht nur der SpuSi ist sie auf der Spur, nein, sie hat auch in der Serie „Ein Fall für Zwei“ eine ganz fürchterliche Entdeckung gemacht. Welche? Na, das verrate ich hier nicht. Bitte selbst nachschauen und die Neugier stillen. Lieben Dank auch an dich, Klärchen. (Sorry, hatte heute morgen im Tran deinen Beitrag hier nicht aufgeführt. Asche über mein Haupt!)
    Hier geht’s für alle Neugierigen zu Klärchen Kompott.
  13. www.edelste-weine.de
    Last but not least (dieses Urteil müsst ihr fällen) steht hier mein eigener Beitrag zur Weinrallye an. Es wäre ungehörig, mich selbst über den grünen Klee zu loben. Deshalb an dieser Stelle schlicht die Ankündigung meines Zugangs zum Thema Wein in Film & TV: „Don Camillo und Peppone„. Unnötig zu den beiden Figuren vorab viel zu sagen. Oder doch? Na, dann solltet ihr vielleicht doch mal rüberklicken.
    Hier klickt ihr zu meinem Beitrag zur Weinrallye.

Es war mir eine Freude, in diesem Monat der Weinrallye als Gastgeber dienen zu dürfen. Insbesondere die Lektüre der Beiträge. Mein Dank nochmals an alle Teilnehmer. Schade, dass einige angesprochene Blogger so kurzfristig keine Zeit finden konnten. Offenbar braucht es doch etwas mehr zeitlichen Vorlauf. Eines der Learnings für mich aus dieser Weinrallye.

Euch nun viel Spaß beim Lesen der Beiträge und vielleicht bis bald mal wieder bei der Weinrallye.

Hans-Jürgen Schwarzer


Bildnachweis: © morguefile.com – badeendjuh

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