Albariño: Spanischer Weisswein aus Galicien

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Die weiße Rebsorte Albariño stammt aus der im Nordwesten Spaniens gelegenen Region Galicien, die sich klimatisch grundlegend von anderen Landesteilen unterscheidet. Unter dem Einfluss des Atlantischen Ozeans sind die Temperaturen deutlich niedriger und Galicien verfügt landesweit über die höchsten Regenmengen. Dieses extreme Klima bevorzugen die weißen Albariño Reben, die in diesem Gebiet an bis zu zwei Meter hohen Pergolen gezogen werden. Wörtlich übersetzt bedeutet Albariño „die kleine Weiße vom Rhein“, da ursprünglich angenommen wurde, dass sie mit der deutschen, weißen Rebsorte Riesling verwandt sei.

Der Albariño: Bruder von Sauvignon Blanc, Pinot Blanc und Petit Manseng

Mittlerweile halten Wissenschaftler jedoch eine Verwandtschaft mit den Rebsorten Sauvignon Blanc, Pinot Blanc und Petit Manseng für wahrscheinlicher, wobei genaue Analysen noch ausstehen. Fakt ist, dass die Albariño Rebe zu den edelsten spanischen, weißen Rebsorten zählt, die ab etwa 1990 hauptsächlich im Weinbaugebiet Rías Baixas in Galicien gepflegt wird.

In Spanien sind rund 5000 Hektar mit der Rebsorte bestockt, wobei die Winzer auf den Vorteil der zwittrigen und sebstfruchtenden Blüten der Pflanzen zurückgreifen. Nachdem der edle Weisswein Albariño zunächst in den spanischen Bodegas und Bars großen Anklang fand, setzte sich der körperreiche Albariño auch außerhalb Spaniens durch.

Ein eleganter Albariño wird gekennzeichnet durch einen feinen Säureanteil und einem frischen Aroma, das über die unterschiedlichsten Fruchtnoten verfügen kann. Je nach Bodenbeschaffenheit kann der Weisswein ein Aroma von Zitrusfrüchten, Birnen, Aprikosen, Kiwi und Maracuja besitzen. Üblicherweise wird der Wein sehr jung getrunken und ist bis zu vier Jahren haltbar.

Bei einem guten Albariño Weisswein handelt es sich meist um einen reinsortigen Wein. Teure Weine findet man auch dort. Wird die Rebsorte verschnitten, dann muss der Wein laut der D.O.-Bestimmungen mindestens zu 70% aus Albariño Trauben gekeltert sein. Stammt der Wein aus dem Gebiet Rías Baixas, handelt es sich beim Verschnittpartner meist um Treixadura, Loureira oder Caiño Blanco. Gut gekühlt schmeckt der galicische Albariño am Besten zu Fischgerichten, Meeresfrüchten, Antipasti und selbstverständlich zu spanischen Tapas.


Bildnachweis: ©Shutterstock – Titelbild: Yulia Grigoryeva

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