Wein Weihnachten: Welcher Wein für die Festtage?

Wein Weihnachten: Welcher Wein für die Festtage?

Ein guter Wein gehört zu Weihnachten ebenso dazu wie die Geschenke. Damit das Weihnachtsfest ein voller Erfolg wird, sollten Sie schon frühzeitig auf die Suche nach dem passenden Tropfen für Ihre Familie gehen. Wie das geht, erfahren Sie hier.

  1. Tipp: Gehen Sie frühzeitig auf die Suche

Kennen Sie das? Spätestens im November fragen wir uns, wo die Zeit schon wieder hin ist. Eben war es doch noch Sommer, wie kann es sein, dass jetzt schon wieder Weihnachten ist? Sollte Ihnen das bekannt vorkommen, haben wir den ersten Tipp für Sie: Fangen Sie rechtzeitig an, sich auf das Fest mit der Familie vorzubereiten. Wenn Sie dazu eine feste Struktur benötigen, zwingen Sie sich dazu, an einem Termin pro Woche organisatorische Dinge zu erledigen. Dazu gehört auch die Auswahl des richtigen Weins für das Weihnachtsfest.

Eine andere Möglichkeit: Notieren Sie sich Dinge, die Sie für Weihnachten besorgen wollen, immer sofort dann, wenn Sie sie sehen. Das kann beispielsweise im Kalender sein, oder Sie laden sich eine App herunter, in der Sie diese Dinge festhalten.

Video: Planet Wissen – Faszination Wein

  1. Tipp: Wählen Sie den Wein passend zu den Speisen aus

In den verschiedenen Familien gibt es verschiedene Traditionen, was zu Weihnachten gegessen wird. Aber auch an verschiedenen Tagen kommen ganz unterschiedliche Gerichte auf den Tisch. Bevor Sie sich daher für den Wein zu Weihnachten entscheiden, legen Sie einen Menüplan fest. Nicht jeder Wein passt zu jedem Essen. Oder anders gesagt: Der richtige Wein kann ein leckeres Menü noch leckerer machen.

  1. Tipp: Wein passt auch zu dem Klassiker schlechthin an Weihnachten

Würstchen und Kartoffelsalat sind immer noch das beliebteste Gericht von Familien in Deutschland an Weihnachten. Zwar gibt es Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland (West: 42%, Ost: 57%, Quelle: https://de.statista.com/infografik/7347/weihnachtsessen/), das ändert aber nichts daran, dass kein anderes Essen an die Beliebtheit von Würstchen und Kartoffelsalat heranreicht. Zu diesem guten und einfachen Gericht passt ein ebensolcher Wein.

Also keine schweren Rotweine, sondern leichte und vorzugsweise trockene Weißweine:

  • Grauburgunder
  • Müller-Thurgau
  • Weißburgunder
  • Chardonnay

Die Auswahl hängt natürlich davon ab, wie viel Säure der jeweilige Wein hat. Denn da der Kartoffelsalat mit Essig und Zwiebeln und manchmal auch mit Essiggurken gewürzt wird, sollte der Wein dazu eher einen Gegenpol bilden. Das bedeutet: Greifen Sie als Begleiter zu diesem Essen ein Weihnachten zu einem eher fruchtigen Wein.

Zu einem schweren Essen darf es auch ein schwerer Wein sein. Eher leichte und fruchtige Weißweine würden bei einem aromatischen Essen wie Gans oder Ente untergehen. (#01)

Zu einem schweren Essen darf es auch ein schwerer Wein sein. Eher leichte und fruchtige Weißweine würden bei einem aromatischen Essen wie Gans oder Ente untergehen. (#01)

  1. Tipp: Gans und Ente vertragen schwere Weine

Zu einem schweren Essen darf es auch ein schwerer Wein sein. Eher leichte und fruchtige Weißweine würden bei einem aromatischen Essen wie Gans oder Ente untergehen. Glücklicherweise gibt es eine große Auswahl an kräftigen Weinen (übrigens nicht nur Rotweinen), die sich hervorragend mit dem Geflügelbraten kombinieren lassen.

Allen voran die Klassiker wie

Dabei können auch kräftige Weißweine das Credo brechen, dass nur Rotwein zu einem gehaltvollen Essen wie Gans oder Ente passt. Solange der Weißwein einen kräftigen Körper hat, der gut strukturiert ist und außerdem ein ausgereiftes Maß an Säure hat, kann man auch diesen Wein an Weihnachten zu dem Geflügelgericht kombinieren.

 Zu den klassischen Gerichten zählen nämlich auch viele Variationen von Fisch. Heringssalat, Karpfen oder Forelle blau kommen bei vielen Familien an Weihnachten auf den Tisch. (#02)

Zu den klassischen Gerichten zählen nämlich auch viele Variationen von Fisch. Heringssalat, Karpfen oder Forelle blau kommen bei vielen Familien an Weihnachten auf den Tisch. (#02)

  1. Tipp: Roter passt auch zu Fisch

Wo wir gerade dabei sind alte Glaubenssätze aufzuheben: Auch ein weiteres ungeschriebenes Gesetz was Wein angeht, wird immer häufiger zu Weihnachten gebrochen. Zu den klassischen Gerichten zählen nämlich auch viele Variationen von Fisch. Heringssalat, Karpfen oder Forelle blau kommen bei vielen Familien an Weihnachten auf den Tisch. Traditionell wird das Weißwein getrunken. Das beutetet aber nicht, dass man sich immer daran halten muss. Denn auch ein guter Rotwein kann sich bestens zu diesen Gerichten machen.

Alles hängt davon ab, wie der Fisch zubereitet worden ist. Kräftig mit Panade paniert beispielsweise kann die Fischspeise auch ohne Probleme mit einem guten Rotwein aus dem Bordeaux kombiniert werden.

Entscheidet man sich in der Familie dagegen eher für die leichte Variante, wie Heringssalat, darf es auch ein etwas leichterer Wein sein. Ein leichter Kabinettwein beispielsweise ist der ideale Wein für dieses Weihnachtsessen. Aber auch Weißweine mit leichten Zitrusanklängen passen zu diesen Gerichten ganz hervorragend.

So wie

  • Riesling
  • Silvaner
  • Chardonnay
  • Grüner Veltliner
 Raclette und Käsefondue gehören in einigen Teilen Deutschlands, aber auch Österreichs und der Schweiz zu jedem Weihnachtsfest dazu. (#03)

Raclette und Käsefondue gehören in einigen Teilen Deutschlands, aber auch Österreichs und der Schweiz zu jedem Weihnachtsfest dazu. (#03)

  1. Tipp: Raclette und Käsefondue sind undenkbar ohne Wein

Neben den klassischen Gerichten, die eine Person – in der Regel ist das die Mutter – kocht, gibt es auch die Speisen, die alle gemeinsam und in großer, geselliger Runde zubereiten. Raclette und Käsefondue gehören in einigen Teilen Deutschlands, aber auch Österreichs und der Schweiz zu jedem Weihnachtsfest dazu. Und das beutetet auch, dass der passende Wein nicht fehlen darf.

Raclette wird in der Regel mit sehr kräftigem, meist gut gereiftem Höhlenkäse zubereitet. Den lässt man schmelzen und gibt ihn dann über die Kartoffelscheibchen oder Gemüse. Mit diesem kräftigen Käse verträgt sich ein leichter Weißwein am besten.

So wie

  • Grüner Veltliner
  • Weißburgunder
  • Sauvignon Blanc

Der Fendant ist übrigens der Wein, der nicht nur an Weihnachten in der Schweiz traditionell zu dem Raclette getrunken wird.

Video: Wein für Anfänger – Ein Sommelier im Verhör

Wer sich dagegen lieber für einen Roten entscheidet, der sollte in der Kombination mit dem Raclette zu einem Pinot Noir oder einem Spätburgunder greifen.

Bei dem klassischen Käsefondue benötigt man in jedem Fall Weißwein. Denn bei der Vorbereitung kommt neben Kirschwasser immer auch ein kleines Gläschen (je nach Größe des Fondues) Weißwein in den Topf. Und wenn man ihn ohnehin braucht, kann man auch gleich Weißwein zum Essen servieren. Auch zu diesem eher kräftigen Käse passen leichte und fruchtige Weine.

Wie

  • Chardonnay Sauvignon
  • Weißburgunder
  • Grauburgunder
  • Beaujolais
  • Pinot Grigio
  • Grüner Veltliner

Aber auch das Käsefondue lässt sich gut mit einem schönen Rotwein begleiten. Hier sollte man allerdings darauf achten, dass der Wein nicht zu viele Tannine enthält. Die können den kräftigen Geschmack des Käsefondues nämlich stören.

Diese Art von Rotwein findet man besonders häufig in der Schweiz, so wie zum Beispiel

  • Pinot Noir
  • Gamay
  • Dôle

Grundsätzlich gilt aber auch bei dem Wein an Weihnachten: Erlaubt ist, was gefällt. Wenn die gesamte Familie gerne einen kräftigen Rotwein zum Käsefondue, oder einen leichten Weißwein zu Gans kombiniert, dann soll das so sein. An Weihnachten geht es schließlich darum, dass man ein schönes Fest zelebrieren kann. Da sollte man sich nicht an Vorschriften festhalten, welcher Wein denn nun am besten zu welchem Weihnachtsgericht passt.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: wavebreakmedia -#01: Wild Drago  -#02:  Teresa Kasprzycka-#03: margouillat photo

Über 

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.