Die teuersten Weine der Welt

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Immer mehr Anleger in Deutschland sehen sich mittlerweile nach alternativen Finanzprodukten um. Da die Zinsen bei klassischen Spareinlagen wie einem Festgeldkonto oder einem Sparbuch weiterhin im Keller sind, lohnt es sich für die meisten Privatanleger über den Tellerrand hinauszuschauen. Dabei fällt immer häufiger die Wahl auf den Markt für exklusive und edle Weine. Weine gelten schon seit Jahren als aufstrebende Geldanlage auf dem Kapitalmarkt. So sind rare und exklusive Weine heutzutage so viel wert wie ein guter Gebrauchtwagen. Mittlerweile gibt es in Deutschland einen regen Markt für Weine. Hier kommt es nicht selten vor, dass sich im Weinkeller so wertvolle Flaschen Wein liegen, die sogar den Wert der Immobilie über ihnen übersteigt. Geht es um die teuersten Weine der Welt, tauchen einige Namen immer wieder auf. Diese gelten inzwischen schon als flüssiges Gold und werden wertmäßig mit dem Edelmetall gleichgesetzt. Das Gute: Diese Geldanlage schmeckt zur Not sogar!

Die teuersten Weine der Welt: Die glorreichen Sieben

Die Preise für die teuersten Weine der Welt kennen derzeit nur eine Richtung und die zeigt konsequent nach oben. Es ist allerdings erstaunlich, wie viele Menschen derzeit bereit sind, trotz wirtschaftlicher Krise in diese Weine zu investieren. Sie beweisen damit nicht zwingend guten Geschmack, denn kosten wird diese Geldanlage kaum jemand. Gleichzeitig stehen Kosten und Nutzen in keinem angemessenen Verhältnis. Einen wahren Weinfreund wird das allerdings nicht davon abhalten, horrende Preise für eine Flasche Château Margaux oder Château Lafite zu bezahlen. Experten gehen derzeit davon aus, dass sich die Preisschraube auch in Zukunft immer weiter nach oben drehen wird. Angesichts dieser Preise lohnt sich ein Blick auf die Rekorde, die Weine in der Vergangenheit bei Auktionen erzielen konnten. Hier eine Übersicht über die teuersten Weine der Welt:

  • 1781 Château Margaux

    Ende der 1980er Jahre wurde der Wert dieser Flasche, die die Initialen von Thomas Jefferson trug, auf rund 500.000 US-Dollar geschätzt. Diesen Wert gab William Sokolin, seines Zeichens nach Weinverkäufer, an. Leider zerstörte ein ungeschickter Kellner diesen Wert in kürzester Zeit. Die Flasche sollte bei einer Verkostung das absolute Highlight darstellen. Allerdings stieß der Kellner die Flasche um und sie zerbrach. Die Versicherung zahlte zwar, allerdings nur 197.000 US-Dollar und damit deutlich weniger als den geschätzten Wert. Somit bringt es dieser Wein nur auf den siebten Platz.

  • 1869 Château Lafite

    Die Flasche mit diesem Wein wurde auf einer Versteigerung von Sotheby’s angeboten und wurde mit rund 8.000 US-Dollar geschätzt. Die Veranstalter in Hongkong schauten allerdings nicht schlecht, als ein asiatischer Bieter den geforderten Betrag deutlich überbot. Letzten Endes ging die Flasche für 205.000 US-Dollar an diesen Bieter und galt lange Zeit als teuerster Wein der Welt.

  • 1907 Champagner Heidsieck

    Man schrieb das Jahr 1916, als sich ein Frachtschiff aus Schweden aufmachte, um Waren nach Russland zu bringen. Zar Nikolaus II. wartete darauf, doch er wartete vergeblich. Denn deutsche U-Boote beschossen das Schiff mit Torpedos, welches daraufhin sank. Rund 80 Jahre später wurde eine Flasche mit dem wertvollen Champagner in Finnland ans Land gespült. Daraufhin ging man auf die Suche und entdeckte noch weitere 2000 Flaschen besonders hochwertiger Weine an Bord des Schiffes bzw. in dem Wrack. Die Ladung wurde daraufhin aus dem Wrack geborgen. Die Flasche Heidsieck wurde auf einer Auktion in Moskau vorgestellt, dies war allerdings schon einige Jahre später: 1998 erzielte sie einen Preis von 240.000 Euro!

  • 1947 Château Cheval Blanc

    Die Preisschraube lässt sich noch viel weiter nach oben drehen, wie der Château Cheval Blanc aus dem Jahr 1947 zeigt. ER gehört zu den besten Weinen überhaupt und wird gern als der beste Wein aus dem Bordelais (Landschaft um die Stadt Bordeaux) bezeichnet. Auch dieser Wein kam auf eine Auktion und erzielte dort im Jahr 2010 den unglaublichen Wert von 267.000 Euro pro Flasche. Diese beinhaltete allerdings auch sechs Liter, was den Preis im Vergleich zu anderen Flaschen wieder ein wenig relativieren dürfte.

  • 1945 Château Mouton Rothschild

    Eine Flasche Château Mouton Rothschild kosteten 2006 bei einer Christie‘s-Auktion in Los Angelos 263.000 Euro. Diese Flasche beinhaltete drei Liter des Weins, der aus dem Ausnahmejahr 1945 stammte. Auf dem Etikett prangte sehr deutlich das „V“, das in dem Jahrgang alle Weine zierte. Es stand für „Victory“ und stellte den Sieg der Alliierten dar. Das Etikett gilt heute als legendär.

  • 1992 Screaming Eagle Cabernet

    Zum zweiten Platz gibt es einen deutlichen Sprung im Wert des Weins: Jetzt ist die Rede bereits von 438.000 Euro für eine Sechs-Liter-Flasche Screaming Eagle Cabernet aus dem Jahr 1992. Die Versteigerung der Flasche fand im Jahr 2000 statt, das Geld der Bieter saß angesichts einer Wohltätigkeitsveranstaltung wohl deutlich lockerer als sonst. Ob der wirkliche Sammlerwert der Flasche tatsächlich diesem Erlös aus der Versteigerung entspricht, sei einmal dahingestellt. Experten sind sich diesbezüglich jedenfalls nicht einig. Der Wein aus dem Napa Valley wurde trotzdem als der derzeit teuerste Wein der Welt gefeiert.

  • 1945 Romanée-Conti

    Der teuerste Wein der Welt kommt in einer ganz kleinen Flasche daher: Nur 0,75 Liter beinhaltet die Flasche Romanée-Conti! Gekostet hat der Wein aus dem Jahr 1945 deutlich mehr als alle anderen, denn bei der Auktion von Sotheby’s im Jahr 2018 ging die Flasche für 489.000 Euro an den Meistbietenden. Dieser kam aus Hongkong und bekam durch einen weiteren Bieter Konkurrenz. Dieser entschied sich dann allerdings für eine zweite Flasche des Weins, die immerhin noch 434.000 Euro kostete. Damit ist dieser Wein, wenn er denn auf zwei Plätze gesetzt werden sollte, gleichzeitig auf dem ersten und auf dem dritten Platz vertreten.

Das Geschäft mit besonders exklusiven Weinen boomt – mit der nötigen Expertise und Erfahrung gelingt es Weinkennern für eine sehr lukrative Rendite zu sorgen. Die Nachfrage für die professionelle Weinlagerung im privaten Bereich wird immer größer, so dass viele Haushalte mit einem eigenen Weinkeller aufwarten können.

Allein das Etikett auf einer Flasche Wein kann unter Umständen darüber entscheiden, ob ein Wein 1.000 Euro wert ist oder gleich 10.000 Euro. Wer sich für ein Investment in edle und rare Tropfen interessiert, sollte sich ein gewisses Grundwissen verschaffen. Demnach lässt sich mit einem Wein nur ein Gewinn erzielen, wenn man sich über verschiedene Jahrgänge, Anbaugebiete und Marktpreisen auskennt. Zudem ist es notwendig alles dafür zu tun, damit ein Wein optimal gelagert wird und damit nicht an Wert verliert.

Wir haben Ihnen im Folgenden einen Ratgeber entworfen, der Sie mit einigen hilfreichen Tipps und Tricks beim ersten Investment auf dem Weinmarkt unterstützt. Auf diese Weise gelingt es gleich zu Beginn einen Wein mit einem hohen Wertsteigerungspotenzial zu finden und diesen entsprechend zu lagern.

Werte bewahren: Wie lagere ich Wein am Besten?

Ganz egal, ob man sich für edelste spanische Weine oder rare Tropfen aus Frankreich entscheidet – ohne die richtige Lagerung gelingt es kaum mit der Geldanlage in Wein einen Gewinn zu erzielen. Demnach sollte man sich als angehender Weinfachmann mit den Möglichkeiten zur optimalen Lagerung von kostbaren Weinen beschäftigen. Eine einfache, jedoch effektive Option, um seltene Weine zu lagern, gelingt durch einen Weinkühlschrank. In diesem Kühlschrank lässt sich immer die optimale Temperatur und Luftfeuchtigkeit einstellen, so dass Weine ohne Wertverlust gelagert werden können. Dabei sollte man bedenken, dass verschiedene Weine auch unter verschiedenen Bedingungen gelagert werden müssen. So gilt es sich gleich für zwei oder drei Weinkühlschränke zu entscheiden, um rare Tropfen ohne Qualitätsverlust aufzubewahren. Dazu braucht es allerdings auch entsprechend Platz. In der Regel bieten kühle und lichtgeschützte Kellerräume die besten Voraussetzungen zum Aufstellen von Weinkühlschränken. Einziges Manko bei einem Weinkühlschrank ist das limitierte Kontingent an Flaschen, welche gelagert werden können. Um hier mit wenigen Flaschen Wein eine lukrative Rendite erzielen zu können, sollte man sich schon frühzeitig für ein Investment in gefragte und selten Weinsorten entscheiden. Am besten kauft einen Wein schon direkt beim Winzer eines Weinguts, um die Gewinnspanne bei einem möglichen Verkauf möglichst groß zu halten. Wer sich für besonders rare und edle Weine entscheidet, schafft es auch mit ein paar Weinkühlschränken im Keller für einen beträchtlichen Gewinn zu sorgen.

Zum Önoprenueur werden: Ein eigenes Weingut kaufen!

Wahrscheinlich haben viele Investoren schon in diversen Boulevard-Blättern gelesen, dass auch bekannte Namen aus dem Showbusiness ein eigenes Weingut besitzen. So sind Brad Pitt oder Günther Jauch stolze Besitzer eines eigenen Weinguts. Auch auf diese Weise gelingt es mit einem Investment in Wein für eine lukrative Rendite zu sorgen. Als Weinkenner und Sommelier gelingt es hier je nach Anbauregion für einen Jahrhundertwein oder einen Durchschnittswein zu sorgen. Die eigene Weinproduktion wirft demnach ganz andere Gewinne ab. Wem die Investition in ein eigenes Weingut zu hoch ist, kann alternativ auch nur einen Teil eines Weinguts kaufen oder pachten. Dazu sollte man sich vor der Investition allerdings über gute Weinanbauregionen informieren. Die Qualität des Bodens, die täglichen Sonnenstunden und die Neigung eines Hangs sind hier die entscheidenden Kriterien für ein gutes Weingut.

Alternative Geldanlage: Genussscheine beim Winzer erwerben

Die meisten Winzer in Deutschland bieten sogenannte Genussscheine an, mit den Investoren für ihre Geldanlage eine entsprechende Anzahl an Flaschen Wein erhalten. Dieser Wein kann sofort weiterverkauft werden oder auch noch einige Zeit beim Winzer weiter reifen, um den Wert noch zu steigern. Der Kauf von Genussscheinen ist immer auch ein bisschen Glückssache. Denn die Qualität des Weins wird auch von einigen nicht zu beeinflussenden Faktoren ab. So kann das Wetter das Wachstum von Wein stark beeinflussen. Investoren gehen somit beim Kauf von Genussscheinen kein geringes Risiko ein, da mit hohen Gewinnen meistens nicht zu rechnen ist. Doch können vor allem Laien hier die ersten Schritte bei einer Investition auf dem Markt für Weine machen und Erfahrung sammeln.

Wenn es am Ende nur ein durchschnittliches Weinerzeugnis geworden ist, lässt sich der Wein immer noch an die Familie und Freunde verschenken, so dass das Investment nicht vollkommen umsonst war. Ein gutes Glas Wein gehört zum modernen Lifestyle, so dass eine gute Flasche Wein vielen Menschen eine Freude bereitet.

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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