Bester Glühwein: aus dem Supermarkt oder selber machen?

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Weihnachtszeit ist Glühweinzeit. Das alkoholische Heißgetränk gehört bei einem Besuch des Weihnachtsmarktes fast automatisch dazu. Nichts hilft besser gegen die Kälte nach einem langen Bummel und nichts anderes erzeugt dieses schöne Gefühl, das für die vorweihnachtliche Adventszeit so typisch ist. Doch nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt ist Glühwein ein Renner. Immer mehr Menschen genießen ihren Glühwein auch daheim. Entweder ganz romantisch vor dem eigenen Kamin oder bei einem gemütlichen Fernseh-Abend mit einem guten Film.

Natürlich hat fast Jeder sein eigenes Glühweinrezept, sei es durch Überlieferung innerhalb der Familie oder aus anderen Quellen. Diese Rezepte werden in fast allen Fällen und im Laufe mehrerer Jahre, dem eigenen Geschmack angepasst. So entsteht eine fast unglaubliche Vielfalt an individuellen Glühweinrezepten. Und natürlich hat Jeder das Richtige. Da stellt sich die Frage, welches Rezept sich dafür eignet, ein Getränk herzustellen, das den Titel „Bester Glühwein“ in Würde tragen darf. Diese Frage ist natürlich nicht zu beantworten, da die Wertung immer dem individuellem Geschmack unterliegt.

Bester Glühwein: In Maßen genießen

Der beste Glühwein wird aus den immer gleichen Zutaten hergestellt, die dann noch ganz nach persönlichem Geschmack um weitere, spezielle Zutaten ergänzt werden.
Der grundlegendste Bestandteil ist natürlich Wein. Ob trocken, halbtrocken oder süß, bestimmt allein der persönliche Geschmack, es ist jedoch festzustellen, dass die meisten Menschen einen süßen Wein bevorzugen. Es muss auch nicht immer der klassische Rotwein sein. Es gibt auch immer mehr Rezepte für weißen Glühwein.

Um dem berüchtigten Glühweinkater am nächsten Tag zu entgehen, sollte man jedoch nicht zu einem zu günstigen Wein greifen. Besonders Weine, bei denen beim Pressen Stängel und Blätter mitverarbeitet werden, haben einen höheren Anteil an Methylalkohol und dieser sorgt neben der alkoholbedingten Dehydrierung am nächsten Tag für die bekannten und gefürchteten Beschwerden.

Weitere Zutaten sind Zimtstangen, Nelken, Zitronen oder Limetten und Zucker. In vielen Fällen wird dieses Grundrezept, je nach Region, noch mit anderen Zutaten ergänzt. Manche Menschen setzen dem fertigen Getränk noch Spirituosen zu, um den Alkoholgehalt zu steigern oder auch, um den Geschmack positiv zu beeinflussen. Besonders beliebt ist hier der Rum. Aus den genannten Gründen kann der Titel „Bester Glühwein“ nicht an ein bestimmtes Getränk verliehen werden. Welches der beste Glühwein ist, bestimmt Jeder für sich.

Schmecken auch Fertigprodukte?

Neben dem selbst gemachten Glühwein hält der Handel eine große Palette an fertigen Glühweinen bereit. Hier den besten Glühwein zu finden kann eine ziemlich schwierige Aufgabe werden, da man sich unmöglich durch alle unterschiedlichen Marken trinken kann. Die beste Methode, um einen fertigen und guten Glühwein zu finden, ist wenn man sich auf Empfehlungen anderer, zum Beispiel Freunden verlässt. Doch auch die Stiftung Warentest hat verschiedene fertige Glühweine unter die Lupe genommen und bewertet.

Man sollte auf keinen Fall zu den billigsten Produkten greifen, da diese fast immer aus billigen Massenweinen hergestellt sind und denen dann mittels der Zugabe von Zucker, der Anschein eines qualitativ guten Weins zu geben versucht wird. Da auf der Zutatenliste für Glühwein die Herkunft des Weins nicht angegeben wird, ist es sehr schwierig, die Qualität des fertigen Produktes abzuschätzen. Ein vergleichsweise hoher Zuckeranteil ist jedoch ein Indiz für einen minderwertigen Wein.

Doch Glühwein kann noch weiteren Zwecken als dem persönlichem Genuss dienen. So ist es fast schon zu einer Tradition geworden, dass Prominente und andere in der Öffentlichkeit stehende Personen in der Vorweihnachtszeit Glühwein für karitative Zwecke verkaufen. Zu ihnen zählen meist Stars und Sternchen aus Film und Fernsehen, aber auch Politiker aller Couleur geben sich auf den diversen Weihnachtsmärkten in Deutschland ein Stelldichein. Mit den Erlösen aus diesen Veranstaltungen werden meist regionale Projekte wie die Tafel, Tierheime oder andere unterstützt.


Bildnachweis: ©Shutterstock – Titelbild: Melinda Nagy

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