Weinkühler: Stelton oder Fatboy Waynecooler?

Wir alle mögen durchgekühlten Sekt und Wein, vor allem in den Sommermonaten sind sie die willkommenen Erfrischungen. Man kann die Flasche im Kühlschrank aufbewahren doch wer will fürs Nachschenken schon ständig von der Terrasse oder dem Esstisch in die Küche laufen? Also muss ein adäquater Weinkühler auf den Tisch. Wenn eines der vielen Wein-Accessoires wirklich sinnvoll ist, dann der Weinkühler. Oder gibt es noch andere praktische Alternativen?

Die Klassiker-Kühler

Es muss nicht immer nur Edelstahl sein. Wobei Edelstahl gut aussieht, leicht zu reinigen ist und gute Isolationseigenschaften hat, wie man es auch von der Thermoskanne kennt. Und mit einem Kühlelement aus dem Eisfach, kann er sogar kühlen anstatt nur kühl zu halten. Natürlich kann man auch Eis benutzen, welches man vorbereitet hat. Echtes Eis wäre die stilechte Variante. Die Alternative zu Edelstahl und für alle, dies es ein nicht ganz so prätentiös mögen, wäre ein Kunststoffkühler, sei es ein doppelwandiger für die trockene Variante oder der typisch schlichte Sektkühler für das Eiswasser. Ersterer ist für ein Kühlhalten geeignet, letzterer eher für ein Runterkühlen oder Bewahren des eiskalten Zustands. Auch für einen speziellen Bocksbeutel eignet sich der häufig sehr breite Sektkühler. Auf jeden Fall freut sich der Korkenzieher, wenn sein Werkstück gut gekühlt auf die Werkbank kommt.

Die Weinkühler-Alternativen

Eine interessante Alternative zu den künstlichen Materialen bietet der Weinkühler aus Ton / Terracotta. Viele machen aber den Fehler und stellen ihn trocken auf den Tisch, was nicht viel mehr bringt, als die kalte Flasche in einen trockenen Sektkühler zu stellen. Also muss Feuchtigkeit her. Man legt den Tonkühler für 20-30min in ein Wasserbad, sodass sich das Naturmaterial mit Wasser komplett vollsaugen kann. Nun kann er außen abgetrocknet und auf den Tisch gestellt werden. Die nun langsam verdunstende Feuchtigkeit sorgt für ein gleichmäßig kühles Klima um die Flasche und hält erstaunlich kühl. Die neuste Form des Weinkühlers besteht aus Neopren und ist in vielerlei Hinsicht praktisch. Das weiche Material lässt sich falten und nimmt kaum Platz ein, sodass er sogar in die Handtasche passt. Es ist somit ein Leichtes, im Laufe eines Ausflugs eine Flasche gekühlten Wein zu kaufen und diesen sofort in den Kühler aus der Handtasche zu stecken. Am Ort es Picknicks oder zum Sonnenuntergang hat man so eine schöne kühle Flasche Wein parat. Der Vorteil liegt im niedrigen Preis, guten Kühlhalteeigenschaften und der platzsparenden Form. Auf den Esstisch sollte der Weinkühler aber nicht gestellt werden, das wäre nicht gerade stilvoll. Wer nicht unbedingt in einem Online-Shop kaufen will, der sollte sich im Fachhandel die Geräte in Ruhe anschauen und die einzelnen Vorzüge vergleichen.

Gekonnt gekühlt – die Luxusvariante

Manchmal muss die Sache mit den Accessoires eben etwas aufwendiger sein. Ein Weinklimaschrank, umgangssprachlich auch Weinkühlschrank genannt, ist der Mercedes unter den Accessoires der „guten Stube“. Schnell liegt man preislich bei mehr als eintausend Euro, doch auch das muss nicht unbedingt sein. Was spricht nun für einen Weinklimaschrank? Er kühlt nicht einfach nur, er temperiert den Wein. Dabei kann zwischen einer größeren Temperaturspanne als bei einem Kühlschrank ausgewählt werden und er kann auch Rotwein sachte auf 16-18 Grad kühlen. Der wichtigste Gedanke bei der Anschaffung eines solchen Luxusobjekts liegt aber in der dauerhaft idealen Lagerung edler Tropfen. Es gibt Modelle für 12 bis über einhundert Flaschen und mehreren Klimazonen und die Preise gehen von knapp über 100€ bis hin zu mehreren tausend Euro. Man muss allerdings bedenken, dass ein Weintemperierschrank Elektrisch funktioniert und einiges an Platzbedarf hat. Zur Auswahl des richtigen Modells und der Preisklasse lohnt sich also ein Blick in einen Test der gängigsten Modelle. Dort findet man nicht nur Herstellerangaben, sondern auch Angaben zu Energieverbrauch und Kundenerfahrungen. Mit einem Weintemperierschrank gibt es auch keinerlei Probleme mit Sonderformen wie einer Magnumflasche oder dem speziellen Bocksbeutel.

Wer in einem Shop mal eben schnell noch ein Geschenk zu Weihnachten oder zum Geburtstag für einen anverwandten Weinliebhaber kaufen möchte, dem sei angeraten, mit dem künftigen Besitzer zuvor ein Gespräch zu führen. Unterschiedlicher können die Meinungen nicht sein wie bei der Frage „Welcher Kühler ist für mich und meine Weine der richtige?“.


Bildnachweis: ©Shutterstock – Titelbild: Africa Studio

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg und arbeitete seitdem für verschiedene Medien. Sein Markenzeichen sind seine fränkische Frohnatur, sein Faible für die irdischen Genüsse und seine Liebe zur Technik. Beilhammer schrieb schon früh für technische Fachmagazine und ist seitdem als Freier Autor tätig.

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