Pinot noir Blanc de Noir trocken 2011, Ortenauer Weinkellerei OWK bei Edeka

Pinot Noir 2011: Hintergrund

Der Pinot Noir, der in Deutschland als Spätburgunder als kräftige Rotweintraube eher bekannt ist, wurde hier als Blanc de Noir gekeltert. Das bedeutet, dass die Trauben so gepresst werden, dass nur der Traubensaft, der beim Spätburgunder weiß ist, gesammelt wird. Die Traubenschalen hingegen, die beim Spätburgunder für die rote Färbung sorgt, bleiben unverletzt. So erhält man einen weißen Weißwein aus Rotweintrauben. Das Blanc de Noir-Verfahren wird insbesondere in der Champagnerherstellung angewendet, da dort auch immer Pinot Noir mitverwendet wird.

Daten zum Pinot Noir 2011 von Edeka

Dieser Pinot Noir Blanc de Noir stammt aus der Ortenauer Weinkellerei und wurde 2011 hergestellt. Er hat einen Alkoholgehalt von 13%, einen Säuregehalt von 6,8 g/l und eine Restsüße von 6,8 g/l.
Er kostet momentan ca. 4,49€.

Pinot Noir 2011: Optik

Der Pinot Noir hat eine klar gelbliche Färbung, in der sich eine rötliche Nuance entdecken lässt, mit der man bereits darauf schließen kann, dass es sich dabei um einen Blanc de Noir handelt. Das Bukett hat eine feine herbe Note

, die an Beeren, besonders an Erdbeeren, erinnert. Es handelt sich im Grunde um das, was man bei einem Pinot Noir erwartet. Durch die Rotweintrauben kommen die Beerennoten ins Spiel, ohne dass sie, und das liegt unter anderem an dem Blanc de Noir-Verfahren liegt die Schwere und Fülle fehlt. Aber es handelt sich eben hier um einen klassischen Rotwein und daher muss man das Bukett als solide bezeichnet werden. Ich würde diesem Wein, auf einer Skala von 1 bis 5 eine 3 geben.

Pinot Noir 2011: Geschmack

Der Wein selbst hat eine spritzige Säure. Auch hier schmeckt man die feine herbe Note, die ganz spätburgunderähnlich an Waldfrüchten und Erdbeeren erinnert. Es ist natürlich eben der Keltermethode geschuldet, dass anders als bei einem normalen Spätburgunder die Wärme und die Tannine fehlen. Dafür hat er allerdings mehr Gewicht und Volumen als ein durchschnittlicher Weißwein und sorgt dafür, dass im Mund sich diese ganzen wunderbaren herb-beerigen Aromen im Mund verteilen. So verhält sich auch im Abgang des Weines. Auch dort gibt es einen wunderbaren Nachhall des Weines, welches für Lust auf mehr sorgt. Bei dem Blanc de Noir-Weinen stellt sich stets die Frage, ob sich diese Keltermethode lohnt oder ob dem Wein zu viel Potenzial genommen wird. Und so verhält es sich auch bei diesem Pinot Noir. Auf der Geschmacksskala von 1 bis 5 bekommt er eine 4, da er schon in der Tendenz ein besserer Weißwein, gerade wenn man es sich bewusst macht, dass es sich dabei um einen Supermarkt-Wein handelt, ist. Allerdings hätte er sich als Rotwein eine bessere Rolle spielen können.

Fazit

So ergibt es allerdings einen schönen volumigen Weißwein, der wunderbar an einem Sommerabend zu einem netten Plausch einlädt. Genauso ist er aber auch durch sein Gewicht auch zu Fleischgerichten und Käse geeignet, weil er mit diesen geschmackvollen Speisen gut harmonisiert. Bei Fischgerichten passt er allerhöchsten zu robusten Fischen wie Lachs. Ansonsten lauft man Gefahr, dass der Wein das Gericht überlagert. Daher kann man nur bei einem Preis-/Leistungsverhältnis bei einem Preis von 4,49€ diesen Wein, der schon beginnt, sich von den durchschnittlichen Supermarkt-Weinen abzusetzen, den Kauf empfehlen und einen Abend mit Freunden zu schönen.


Bildnachweis: ©Schwarzer.de

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg und arbeitete seitdem für verschiedene Medien. Sein Markenzeichen sind seine fränkische Frohnatur, sein Faible für die irdischen Genüsse und seine Liebe zur Technik. Beilhammer schrieb schon früh für technische Fachmagazine und ist seitdem als Freier Autor tätig.

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